Autor: Maria Hoffmann, Pflegeexpertin bei Lumira | Stand: April 2026 | Aktualisiert: 2026-04-09
Wer sich fragt, was 24-Stunden-Pflege kostet: Die reale monatliche Belastung liegt für die meisten Familien in Deutschland 2026 zwischen 1.200 und 2.000 Euro Eigenanteil – nicht bei den oft genannten 3.000 Euro, denn Pflegegeld, Verhinderungspflege und Steuerbonus senken den tatsächlichen Betrag erheblich. Wie hoch die Kosten in Ihrem Fall ausfallen, hängt vom Pflegegrad, den Deutschkenntnissen der Betreuungskraft, dem Umfang der Nachtbereitschaft und dem Bundesland ab. Dieser Ratgeber zeigt, was wirklich zu zahlen ist – mit konkreten Zahlen, Beispielrechnungen und allen Zuschüssen.
Hinweis: Kost und Logis kommen zusätzlich hinzu.
Was kostet eine 24-Stunden-Pflege zu Hause wirklich?
Kurz und direkt: Eine legale 24-Stunden-Pflege kostet in Deutschland 2026 zwischen 2.300 und 3.500 € pro Monat. Dieser Betrag deckt das Gehalt der Betreuungskraft, Sozialabgaben und die Vermittlungsgebühr ab. Nach Abzug von Pflegegeld, Verhinderungspflege und dem Steuerbonus (§35a EStG) zahlen viele Familien effektiv 1.000 bis 2.000 € aus eigener Tasche – je nach Pflegegrad und Ausschöpfung aller Zuschüsse.
| Wie viel zahle ich? | Bruttokosten/Monat | Eigenanteil nach Zuschüssen |
|---|---|---|
| Minimaler Bedarf, Grundkenntnisse (A1–A2) | 2.300–2.600 € | ab ca. 900 € (PG4) |
| Typischer Fall, mittlere Kenntnisse (B1) | 2.600–3.000 € | ca. 1.200–1.800 € |
| Hoher Bedarf, sehr gute Kenntnisse (B2–C1) | 3.000–3.500 € | ca. 1.500–2.500 € |
Wichtig: Die Bruttokosten sagen wenig aus – entscheidend ist der Eigenanteil nach allen Leistungen der Pflegekasse. Dieser kann bei Pflegegrad 3 oder 4 und konsequenter Nutzung aller Zuschüsse auf unter 1.200 € sinken.
Was bedeutet 24-Stunden-Pflege wirklich?
„24-Stunden-Pflege” heißt nicht, dass eine einzelne Betreuungskraft ohne Unterbrechung arbeitet. Es bedeutet vielmehr, dass eine Kraft im Haushalt lebt und im Alltag präsent ist – mit geregelten Arbeitszeiten, Pausen und echten Ruhezeiten. Medizinische Behandlungspflege gehört dabei nicht zu den Aufgaben.
Durchschnittliche Kosten der 24-Stunden-Pflege 2026
Im Bundesdurchschnitt liegen die Monatskosten einer legal organisierten 24-Stunden-Pflege etwa zwischen 2.000 und 4.000 €. Typischerweise bewegen sich die tatsächlichen Preise im Bereich von rund 2.500 bis 3.500 € pro Monat für eine Vollzeit-Betreuungskraft. Dieser Betrag umfasst in aller Regel das Grundgehalt der Pflegekraft, Sozialabgaben und Versicherungen sowie ggf. eine Vermittlungs- oder Organisationsgebühr.
Günstigere Angebote (um 2.000 €) sind meist nur bei geringem Betreuungsbedarf oder niedrig qualifizierten Kräften realisierbar, während spezialisierte Betreuung oder sehr gute Sprachkenntnisse eher in Richtung 3.500 € und mehr kosten.
| Situation | Monatliche Kosten | Möglicher Eigenanteil |
|---|---|---|
| Einfacher Betreuungsbedarf | ca. 2.400–2.700 € | je nach Zuschüssen oft deutlich niedriger |
| Durchschnittlicher Betreuungsbedarf | ca. 2.800–3.500 € | oft ca. 1.500–2.500 € |
| Hoher Betreuungsbedarf | bis 4.000 € und mehr | abhängig von Pflegegrad, Nachtbedarf und Zusatzleistungen |
Hinweis: Kost und Logis der Betreuungskraft sind nicht enthalten – sie werden in der Regel kostenfrei gestellt.
24-Stunden-Pflege Kosten nach Bundesland – regionale Unterschiede 2026
Die Kosten für eine 24-Stunden-Betreuung variieren je nach Bundesland spürbar. In Bayern und Baden-Württemberg sind die Preise tendenziell am höchsten – bedingt durch höhere Lebenshaltungskosten und stärkere Nachfrage. In ostdeutschen Bundesländern liegen die Kosten etwas niedriger.
| Bundesland / Region | Typische Bruttokosten | Eigenanteil (PG3, nach Zuschüssen) | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| 🔵 Bayern | 2.700–3.500 € | ca. 1.500–1.900 € | Höchste Nachfrage, B1+ Sprachkenntnisse oft erwartet |
| 🔵 Baden-Württemberg | 2.650–3.400 € | ca. 1.450–1.850 € | Hohe Lebenshaltungskosten im Raum Stuttgart/Freiburg |
| 🟡 NRW | 2.400–3.000 € | ca. 1.200–1.650 € | Großes Angebot, breite Preisspanne |
| 🟡 Hessen / Rheinland-Pfalz | 2.450–3.100 € | ca. 1.250–1.700 € | Frankfurt-Umgebung etwas teurer |
| 🟡 Berlin / Hamburg | 2.500–3.200 € | ca. 1.300–1.750 € | Stadtstaaten: höhere Logiskosten möglich |
| 🟢 Sachsen / Thüringen | 2.300–2.800 € | ca. 1.100–1.500 € | Günstigster Bereich, weniger Nachfrage |
| 🟢 Brandenburg / Mecklenburg-VP | 2.300–2.750 € | ca. 1.050–1.450 € | Ländliche Gebiete: Fahrtkosten können steigen |
Wovon hängen die Kosten ab?
Die Kosten einer 24-Stunden-Betreuung lassen sich nicht pauschal festlegen – sie werden von einer Reihe individueller Faktoren bestimmt.
Pflegegrad und Betreuungsaufwand
Je höher der Pflegegrad und je umfangreicher der Bedarf, desto mehr Arbeit fällt an. Eine Kraft die einen Pflegebedürftigen mit Pflegegrad 4 oder 5 betreut (inkl. häufiger Nachtbetreuung) kostet mehr als bei Pflegegrad 2. Auch besondere Bedürfnisse wie aufwendige Mobilisierung oder ständige Aufsicht bei Demenz mit Weglauftendenz spielen hinein.
Deutschkenntnisse und Qualifikation
Gute Sprachkenntnisse und fachliche Ausbildung führen zu höheren Gehaltsforderungen. Vermittlungsagenturen staffeln ihre Preise meist nach Sprachniveau: Betreuungskräfte mit mittleren Deutschkenntnissen kosten etwa 2.300–2.600 €, während sehr gute Deutschkenntnisse ab ca. 2.650 € pro Monat zu Buche schlagen.
Umfang der Nachtbereitschaft
Nächtlicher Betreuungsbedarf erhöht die Kosten deutlich. Eine einzelne Kraft darf nicht dauerhaft ohne Schlaf in Bereitschaft sein. Wenn echte Nachtwachen erforderlich sind, muss in Wechselschicht gearbeitet werden – was praktisch zwei Kräfte oder sehr kurze Einsatzdauer bedeutet.
Anzahl der betreuten Personen
Soll eine Betreuungskraft gleich zwei Pflegebedürftige betreuen, fällt meist ein Aufpreis an: Bei einer weitgehend selbständigen zweiten Person ca. 100–200 € monatlich, bei zwei Pflegebedürftigen 200–400 € mehr.
Weitere Kostenfaktoren
Fahrerlaubnis, regionale Unterschiede (Süd- und Westdeutschland tendenziell teurer), Einsatzmodell (Entsendung vs. Direktanstellung) und Wechselrhythmus beeinflussen den Endpreis ebenfalls.
Kosten nach Pflegegrad: Was zahle ich bei Pflegegrad 2, 3 und 4?
Die Bruttokosten der Betreuungskraft sind vom Pflegegrad weitgehend unabhängig — entscheidend ist der tatsächliche Betreuungsaufwand. Was sich ändert: die Höhe der Pflegekasse-Leistungen, die den Eigenanteil spürbar senken.
| Pflegegrad | Pflegegeld/Monat | Bruttokosten (Beispiel) | Eigenanteil nach Zuschüssen |
|---|---|---|---|
| Pflegegrad 2 | 347 € | ca. 2.450 € | ca. 1.636 € |
| Pflegegrad 3 | 599 € | ca. 2.500 € | ca. 1.367 € |
| Pflegegrad 4 | 800 € | ca. 2.550 € | ca. 1.216 € |
| Pflegegrad 5 | 990 € | ca. 2.550 € | ca. 1.026 € |
Eigenanteil nach Abzug von Pflegegeld, Verhinderungspflege (anteilig) und Steuerbonus §35a EStG (~333 €/Monat). Individuell abweichend.
Herr K., 78 Jahre, Pflegegrad 3, lebt allein zu Hause. Betreuungskraft mit mittleren Deutschkenntnissen.
Bruttokosten (Gehalt, Abgaben, Vermittlung, Fahrt): 2.500 €
− Pflegegeld PG3: 599 €
− Verhinderungs-/Kurzzeitpflege (anteilig): ~201 €
− Steuerbonus §35a EStG (anteilig): ~333 €
= Eigenbelastung: ca. 1.367 € pro Monat
Beispielrechnungen: Was Familien wirklich zahlen
Drei Beispielrechnungen bei unterschiedlichen Pflegegraden – jeweils mit Betreuungskraft mit mittleren Deutschkenntnissen und unter Ausschöpfung aller Zuschüsse.
Bruttokosten: 2.450 € − Pflegegeld PG2: 347 € − Verhinderungspflege (anteilig): ~134 € − Steuerbonus: ~333 €
= Eigenbelastung: ca. 1.636 € pro Monat
Bruttokosten: 2.500 € − Pflegegeld PG3: 599 € − Verhinderungspflege (anteilig): ~201 € − Steuerbonus: ~333 €
= Eigenbelastung: ca. 1.367 € pro Monat
Bruttokosten: 2.550 € − Pflegegeld PG4: 800 € − Verhinderungspflege (anteilig): ~201 € − Steuerbonus: ~333 €
= Eigenbelastung: ca. 1.216 € pro Monat
Polnische Pflegekraft – Kosten und warum so oft gewählt?
Viele Familien in Deutschland entscheiden sich für eine polnische Betreuungskraft: gute Verfügbarkeit, viel praktische Erfahrung und im Vergleich zu rein deutschen Lösungen oft niedrigere Gesamtkosten. Trotzdem gilt: Faire Bezahlung und legale Beschäftigung bleiben die wichtigste Voraussetzung.
Was kostet eine polnische Pflegekraft 2026?
Die Kosten liegen 2026 zwischen 2.300 und 3.500 € pro Monat. Bei Lumira orientieren sich die Preise an drei Stufen:
| Sprachniveau | Lumira Monatspreis | Für wen geeignet? |
|---|---|---|
| Grundkenntnisse (A1–A2) | 2.300–2.600 € | Einfacher Alltagsbedarf, Haushalt |
| Mittlere Kenntnisse (B1) | 2.600–2.999 € | Kommunikation mit Arzt, Behörden, Angehörigen |
| Sehr gute Kenntnisse (B2–C1) | 2.999–3.500 € | Komplexe Pflegesituationen, Demenz, hoher Kommunikationsbedarf |
Kosten polnische Pflegekraft bei Pflegegrad 4
Bei Pflegegrad 4 liegen die Bruttokosten für eine polnische Betreuungskraft (B1-Niveau) bei Lumira rund 2.600–2.700 €. Nach Abzug aller Leistungen:
Bruttokosten (inkl. Fahrt & Vermittlung): 2.650 €
− Pflegegeld PG4: 800 € − Verhinderungspflege (anteilig): ~201 € − Steuerbonus: ~333 €
= Eigenbelastung: ca. 1.316 € pro Monat
24-Stunden-Pflege bei Demenz – was kostet das?
Demenz ist einer der häufigsten Gründe, warum Familien eine 24-Stunden-Betreuung suchen. Gleichzeitig stellt Demenz besondere Anforderungen an die Betreuungskraft – und damit auch an den Preis.
Warum kostet Demenzbetreuung mehr?
Kosten 24-Stunden-Pflege Demenz 2026
| Demenzsituation | Bruttokosten/Monat | Eigenanteil (nach Zuschüssen) |
|---|---|---|
| Leichte Demenz, keine Weglauftendenz, PG3 | 2.600–3.000 € | ca. 1.200–1.500 € |
| Mittlere Demenz, Weglauftendenz, PG4 | 2.900–3.400 € | ca. 1.300–1.700 € |
| Schwere Demenz, starke Nachtunruhe, PG5 | 3.200–4.000 €+ | abhängig von Nachtlösung |
Frau S., 82 Jahre, mittlere Demenz mit Weglauftendenz, PG4. Betreuungskraft mit Demenzerfahrung, B1-Niveau.
Bruttokosten: 3.100 € − Pflegegeld PG4: 800 € − Verhinderungspflege: ~201 € − Steuerbonus: ~333 €
= Eigenbelastung: ca. 1.766 € pro Monat
Gehalt in der 24-Stunden-Pflege – Stundenlohn & Verdienst 2026
Das Gehalt in der 24-Stunden-Pflege ist ein zentrales Thema – sowohl für Familien als auch für Betreuungskräfte.
Was verdient eine 24-Stunden-Pflegekraft netto?
24-Stunden-Pflegekräfte erhalten ein vertraglich vereinbartes Gehalt, das mindestens dem gesetzlichen Mindestlohn entsprechen muss. In der Praxis werden etwa 40–48 Arbeitsstunden pro Woche veranschlagt. Der Nettoverdienst liegt meist bei ca. 1.400 bis 2.000 € pro Monat – abhängig von Qualifikation und Erfahrung.
Mindestlohn Betreuungskraft 2026 – was gilt?
Seit Januar 2026 gilt in Deutschland ein gesetzlicher Mindestlohn von 13,90 € pro Stunde. Ein zentrales Urteil des Bundesarbeitsgerichts stellt klar: Auch Bereitschaftszeiten gelten als Arbeitszeit und müssen vergütet werden. In der Praxis liegt der effektive Stundenlohn bei legal organisierten Einsätzen zwischen 13,90 € und 17 €. Angebote, die deutlich unter diesem Niveau kalkulieren, können den Mindestlohn faktisch nicht einhalten – und sind damit illegal.
| Sprachniveau | Typische Bruttokosten | Stundenlohn (ca.) | Netto für Kraft (ca.) |
|---|---|---|---|
| Grundkenntnisse (A1–A2) | 2.300–2.600 € | ~13,90 €/h | 1.400–1.600 € |
| Mittlere Kenntnisse (B1) | 2.600–2.999 € | ~15,00 €/h | 1.600–1.900 € |
| Sehr gute Kenntnisse (B2–C1) | 2.999–3.500 € | ~17,00 €/h | 1.800–2.200 € |
Zusatzkosten, die Familien oft vergessen
Ein eigenes Zimmer, Nutzung von Bad/Küche und tägliche Verpflegung sind zu stellen. Höhere Lebensmittel-, Wasser- und Energiekosten einplanen.
Ca. 150–300 € pro Hin- und Rückfahrt – bei Wechselrhythmus von 6–8 Wochen sind das ca. 75–150 € monatlich zusätzlich.
Mobiltelefon/SIM-Karte, WLAN, Hygieneartikel, Arbeitskleidung. Kleine Posten, die sich summieren.
Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung (ca. 20–30%), Berufsgenossenschaft, ggf. Haftpflichtversicherung.
An deutschen Feiertagen können Zuschläge anfallen. Urlaubsvertretungen können höhere Tagessätze verursachen.
Pflegegeld & Zuschüsse – wie sie die Kosten senken
Pflegegeld 2026
Pflegegrad & Leistungen 2026 → | Pflegegrad-Check starten →
Verhinderungs- und Kurzzeitpflege 2026
Für Pflegegrade 2–5 gibt es 2026 ein gemeinsames Jahresbudget von bis zu 3.539 €. Viele Familien legen ca. 201–295 € pro Monat auf die Jahresrechnungen um.
Entlastungsbetrag
Für alle Pflegebedürftigen (PG1–5): 131 € pro Monat für anerkannte Entlastungsangebote.
Wohnumfeldverbesserungen
Bis zu 4.180 € Zuschuss pro Maßnahme bei nötigen Umbauten (Badumbau, Treppenlift, Haltegriffe).
Steuerliche Absetzbarkeit der Betreuung
20% der Aufwendungen bis max. 20.000 € pro Jahr = bis zu 4.000 € Steuerbonus pro Jahr – direkt von der Steuerschuld abgezogen.
Beispiel: Bei 1.500 € Eigenbelastung monatlich = 18.000 € jährlich → 20% = 3.600 € zurück vom Finanzamt.
Wichtig: Nur bei unbarer Zahlung (Überweisung) anerkannt. Rechnungen sammeln.
24-Stunden-Pflege vs. Pflegeheim – Kostenvergleich
| Kriterium | 24h-Betreuung zuhause | Pflegeheim |
|---|---|---|
| Bruttokosten monatlich | 2.500–3.500 € | 3.000–4.500 € |
| Eigenanteil nach Zuschüssen | ca. 1.200–2.500 € | ca. 2.500–4.000 € |
| Individuelle 1:1-Betreuung | ✓ Ja | ✗ Nein (1:6–1:10) |
| Vertraute Umgebung | ✓ Ja | ✗ Nein |
| Medizinische Rund-um-die-Uhr-Versorgung | ~ Begrenzt | ✓ Ja |
| Nachtbetreuung dauerhaft | ~ Eingeschränkt | ✓ Ja |
8-Stunden-Pflege zu Hause vs. 24-Stunden-Pflege – was kostet weniger?
Nicht jede Familie braucht eine Vollzeitbetreuung. Bei stundenweiser Pflege zu Hause summieren sich die Kosten bei 8 Stunden täglich schnell auf 1.800–2.500 € – ohne Nachtabsicherung.
| Modell | Kosten monatlich | Geeignet für |
|---|---|---|
| 24-Stunden-Pflege | 2.300–3.500 € | Person kann nicht allein bleiben, mittlerer bis hoher Bedarf |
| Stundenweise Pflege (8h/Tag) | 1.500–2.500 € | Leichter Bedarf, Person ist nachts sicher allein |
| Kombination | variabel | Übergangssituationen, PG2–3 |
Was passiert, wenn die Pflegekraft krank wird oder ausfällt?
Was tun, wenn die Betreuungskraft plötzlich krank wird, kündigt oder nicht anreisen kann? Wer keinen Plan B hat, steht in einer der stressigsten Situationen ohne Lösung da.
Seriöse Agenturen haben einen Bereitschaftspool und schicken binnen 24–48 Stunden eine Vertretungskraft. Bei Lumira ist die Wechselgarantie innerhalb von 48 Stunden Standard.
Agenturen mit großem Pool können in solchen Fällen schnell eine andere Kraft entsenden.
Gute Agenturen vermitteln umgehend eine neue Kraft – meist innerhalb von 3–7 Tagen. In der Übergangszeit kann Kurzzeitpflege oder ein ambulanter Dienst überbrücken.
Wer die Kraft privat organisiert hat, steht bei einem Ausfall vollständig allein. Kein Pool, keine Vertretung, kein Ansprechpartner.
Ist günstiger immer besser?
Die klare Antwort: Nein. Billiganbieter sparen fast immer an den Löhnen der Betreuungskräfte – was illegal ist – oder an der Absicherung der Familie. Woran erkennt man Dumping? Wenn „24h Rundumbetreuung durch eine Person für 1.500 € monatlich, legal” versprochen wird – dann kann der Mindestlohn nicht eingehalten werden.
Eine seriöse Agentur erkennt man an Transparenz, realistischen Versprechen und einer klaren Aussage zur A1-Bescheinigung.
Häufige Fehler & Kostenfallen
Ohne legalen Vertrag besteht kein Versicherungsschutz. Bußgelder und Nachzahlungen drohen.
Fehlende Vereinbarungen zu Arbeitszeit, Aufgaben und Vertretungsregelung führen zu Konflikten.
Ist die Kraft kranken- und unfallversichert? Diese Dinge müssen vorher geklärt sein.
Dumpingpreise gehen fast immer auf Kosten von Legalität oder Qualität.
Ohne Plan B entstehen teure Notlösungen. Gute Agenturen haben einen Pool und schicken binnen Tagen Ersatz.
Pflegegeld, Verhinderungspflege und Steuerermäßigung liegen lassen ist verschenktes Geld – oft mehrere hundert Euro pro Monat.
Für wen lohnt sich 24-Stunden-Betreuung – und für wen nicht?
Die 24-Stunden-Pflege lohnt sich vor allem für Pflegebedürftige, die im eigenen Zuhause bleiben möchten und so hilfsbedürftig sind, dass sie nicht allein bleiben können – aber noch stabil genug, dass eine Person mit Pausen ausreicht. Bei sehr hohem Pflege- oder Überwachungsbedarf, dauerhafter Nachtwache oder intensiver medizinischer Versorgung stößt das Modell an seine Grenzen.
FAQ – Häufige Fragen zur 24-Stunden-Pflege Kosten 2026
Was kostet eine 24-Stunden-Pflegekraft im Monat?
Je nach Qualifikation und Betreuungsumfang liegen die Kosten bei etwa 2.000 bis 4.000 € pro Monat. Typische Fälle bewegen sich um 2.500–3.500 €. Nach Abzug von Pflegegeld und Zuschüssen können Familien oft mit rund 1.200–2.000 € Eigenanteil rechnen.
Was kostet 24-Stunden-Pflege bei Pflegegrad 3?
Die Bruttokosten liegen bei etwa 2.300–3.000 €. Bei Pflegegrad 3 erhalten Familien 599 € Pflegegeld monatlich. Nach Abzug von Pflegegeld, Verhinderungspflege (~201 €) und Steuerbonus (~333 €) liegt der typische Eigenanteil bei ca. 1.367 €/Monat.
Was kostet 24-Stunden-Pflege bei Pflegegrad 4?
Die Bruttokosten liegen bei rund 2.450–2.700 €. Die Pflegekasse zahlt 800 € Pflegegeld monatlich. Nach Abzug aller Leistungen beträgt der typische Eigenanteil bei Lumira ca. 1.100–1.300 €/Monat.
Was kostet eine polnische Pflegekraft 2026?
Eine polnische Betreuungskraft kostet 2026 zwischen 2.300 und 3.500 € pro Monat. Bei Lumira: 2.300–2.600 € (A1–A2), 2.600–2.999 € (B1), 2.999–3.500 € (B2–C1). Nach Zuschüssen zahlen viele Familien effektiv 1.000 bis 1.700 € Eigenanteil.
Wie hoch ist das Gehalt in der 24-Stunden-Pflege?
Netto verdient eine Pflegekraft meist zwischen 1.400 und 2.000 € pro Monat – abhängig von Sprachniveau und Qualifikation.
Wie hoch ist der Stundenlohn einer Betreuungskraft 2026?
Mindestens 13,90 €/Stunde (gesetzlicher Mindestlohn seit Januar 2026). Bei qualifizierten Kräften mit guten Sprachkenntnissen 15–17 €/Stunde.
Was verdient eine 24-Stunden-Pflegekraft netto?
In der Regel 1.400 bis 2.000 € pro Monat netto – abhängig von Sprachkenntnissen, Qualifikation und Einsatzmodell.
Gibt es Zuschüsse von der Pflegekasse?
Ja – Pflegegeld (347–990 €/Monat ab PG2), gemeinsames Budget Verhinderungs-/Kurzzeitpflege (bis 3.539 €/Jahr) sowie Steuervorteil §35a EStG (bis 4.000 €/Jahr).
Ist 24-Stunden-Pflege zuhause legal?
Ja, wenn korrekt organisiert. Das legale Entsendemodell mit A1-Bescheinigung ist der gängige Weg. Details: Legalität der 24-Stunden-Betreuung →
Kann ich die Kosten von der Steuer absetzen?
Ja. Als haushaltsnahe Dienstleistungen (§35a EStG) sind 20% der Kosten, max. 4.000 € pro Jahr, direkt von der Steuerschuld absetzbar. Voraussetzung: unbare Zahlung.
Wie lange bleibt eine 24h-Pflegekraft?
Üblich ist ein Wechselrhythmus von etwa 6–8 Wochen. Die Agentur koordiniert die Wechsel lückenlos.

